Sichergestellte Leistungen

Welche Leistungen werden sichergestellt?

Der Sicherheitsfonds stellt die Ansprüche der Versicherten auf Leistungen aus beruflicher Vorsorge sicher. Es erfolgt somit keine Sicherstellung der vom Arbeitgeber nicht bezahlten Beiträge.

Sichergestellt werden die durch die Aktiven des Versichertenkollektivs nicht gedeckten Leistungen. Freie Mittel, Rückstellungen für Sondermassnahmen und andere nicht mehr benötigte Reserven wie die Arbeitgeberbeitragsreserven sind auf der Stufe des Versichertenkollektivs zugunsten der Unterdeckung aufzulösen.

Sichergestellt werden die nach dem BVG geschuldeten gesetzlichen Leistungen.

Ebenfalls sichergestellt werden die über die gesetzlichen Leistungen hinausgehenden reglementarischen Leistungen, soweit sie auf Vorsorgeverhältnissen beruhen, auf die das Freizügigkeitsgesetz anwendbar ist. Keine Sicherstellung erfolgt damit für rein freiwillige Leistungen. Die Sicherstellung der ausserobligatorischen Leistungen ist beschränkt auf Versichertenkollektive, bei welchen das Zwangsverwertungsverfahren gegen den Arbeitgeber nach dem 1. Januar 1997 eröffnet worden ist.

Die Sicherstellung der reglementarischen Leistungen erfolgt bis zu einer Obergrenze (Art. 56 Abs. 2 BVG). Die Obergrenze richtet sich nach dem massgebenden Lohn und damit nach dem gemäss Reglement versicherten Lohn. Sie wurde auf der anderthalbfachen Höhe des oberen Grenzbetrages gemäss BVG festgesetzt und liegt aktuell bei CHF 126'900.00 (Stand ab 1.1.2018).

Verfügt ein Arbeitgeber über mehrere Vorsorgepläne (eventuell auch bei mehreren Vorsorgeeinrichtungen), so werden für die Bestimmung der Obergrenze sämtliche Pläne pro Arbeitnehmer berücksichtigt.

Liegt ein versicherter Lohn über der Obergrenze, so wird er bis auf die Obergrenze gekürzt und das Versichertenkonto auf dieser Basis neu berechnet. Nicht tangiert von dieser Neuberechnung sind allfällige Freizügigkeitseinlagen oder Einkaufsleistungen. Diese werden voll sichergestellt.