Beitragsabrechnung


Allgemeines

Das Formular „ Meldung /Abrechnung über die Beiträge “ des Sicherheitsfonds hat zwei Teile:

  • Der Teil A betrifft die Beiträge für die Zuschüsse und ist nur von den nach Art. 48 BVG registrierten Vorsorgeeinrichtungen auszufüllen.
  • Den Teil B haben sämtliche Vorsorgeeinrichtungen auszufüllen.

Bitte beachten Sie bei der Erstellung der Abrechnung die folgenden Punkte:

  • Der Termin für die Einsendung der Abrechnung und die Bezahlung des Beitrags ist der 30. Juni des Folgejahres.
  • Gesuche für Fristerstreckung sind rechtzeitig und in schriftlicher Form einzureichen (Fristverlängerung maximal bis Ende des Folgejahres).
  • Grössere Stiftungen werden gebeten, per 30. Juni eine Akontozahlung im Rahmen des voraussichtlichen Beitrags zu leisten (nur wenn das Abrechnungsformular verspätet eintrifft).
  • Die gemäss Art. 52a BVG bestimmte Revisionsstelle der Stiftung muss das Abrechnungsformular mitunterzeichnen . Die Bestätigungen von Revisionsstellen Dritter genügen nicht.
  • Beitragskorrekturen für Vorjahre (beispielsweise entstanden durch rückwirkende Mutationen) werden nur für die fünf vorangegangenen Bemessungsjahre und ab einer Differenz von CHF + / - 5.-- beitrags- oder leistungswirksam.

Teil A

  • Bei Teil A muss neben der Summe der koordinierten Löhne pro rata (Punkt 1.1) unbedingt die Summe der Altersgutschriften (Punkt 2.4.) angegeben werden, auch wenn keine Zuschussberechnung vorgenommen wird.
  • Einzelversicherte sind im Teil A und insbesondere bei der Zuschussberechnung nur zu berücksichtigen, wenn es sich um selbständig tätige Personen handelt, die während mindestens sechs Monaten der obligatorischen Versicherung unterstanden und sich unmittelbar danach freiwillig versicherten (Art. 58 Abs. 5 BVG). Nicht zu berücksichtigen sind freiwillige (Weiter-) Versicherungen von Personen ohne Arbeitstätigkeit (Arbeitsunterbruch, Arbeitslosigkeit, vorzeitiger Altersrücktritt über FAR). Einzelpersonen, die bei einem nicht der Vorsorgeeinrichtung angeschlossenen Arbeitgeber tätig sind, sind beim Teil A zu berücksichtigen, bei der Zuschussberechnung aber in Abzug zu bringen (Ziff. 2.2.1. und 2.5.1.).
  • Dort wo ein Zuschuss für ungünstige Altersstruktur anhängig gemacht wird, ist eine Liste der zuschussberechtigten Arbeitgeber einzureichen.
  • Ein Zuschuss kann nur bezogen auf das gesamte nach BVG versicherte Personal eines Arbeitgebers geltend gemacht werden. Bestehen für einen Arbeitgeber im Bereich des BVG mehrere Pläne, so ist die Zuschussberechtigung über das Total sämtlicher Pläne zu bestimmen.
  • Bestehen für einen Arbeitgeber Anschlussverträge für das BVG bei mehreren Vorsorgeeinrichtungen, so sind die Zahlenwerte für diesen Anschluss unter den Punkten 2.2.1 und 2.5.1 aufzuführen. Die Vorsorgeeinrichtung füllt für diesen Arbeitgeber das grüne Formular SF 3 aus. Der Arbeitgeber kann anschliessend einen möglichen Zuschuss wegen ungünstiger Altersstruktur zusammen mit dem Formular SF 3 der anderen Einrichtung(en) direkt über das Formular SF 4 beim Sicherheitsfonds anhängig machen.
  • Im Teil A nicht abrechnungspflichtig (und auch nichtzuschuss_
    berechtigt) sind Personen mit Beitragsbefreiung ( Invaliditätsfälle ). Im Teil B sind die im Rahmen der Beitragsbefreiung weitergeführten Sparguthaben unter Punkt 3.1 nicht einzubeziehen. Die ausbezahlten Renten sind unter Punkt 3.3 zu deklarieren.

Teil B

  • Unter Punkt 3.1 ist die Summe der Ansprüche aller aktiven Versicherten (Deckungs- resp. Sparkapital) zu berücksichtigen (nicht die im Verlaufe eines Bemessungsjahres effektiv ausbezahlten Freizügigkeitsleistungen).
  • Bei einem Wechsel der Vorsorgeeinrichtung per Ende Jahr sind die Austrittsleistungen für dieses Jahr noch bei der alten Einrichtung zu deklarieren, selbst wenn die Guthaben bereits vor dem 31.12. auf die neue Einrichtung übertragen worden sein sollten.
  • Unter Punkt 3.2 ist das Altersguthaben gemäss BVG-Schattenrechnung der aktiven Versicherten einzutragen. Dieser Punkt entspricht der Grösse, welche in der Pensionskassenstatistik des Bundesamtes für Statistik unter der Rubrik H Punkt B21 anzugeben ist.
  • Unter Punkt 3.3 fallen sämtliche Arten von Rentenleistungen (bei Alter, Tod und Invalidität inkl. Teuerungsausgleich) sowie Leistungen bei vorzeitiger Pensionierung. Ebenfalls beitragspflichtig sind Rentenleistungen welche durch eine Rückversicherungsgesellschaft ausgerichtet werden. Für den Fall, dass die Beiträge bereits über die Einrichtung des Rückversicherers abgerechnet worden sind, ist dies unter Angabe der Einrichtung und der Vertragsnummer anzumerken.
  • Unter Punkt 3.4 ist der Deckungsgrad und unter Punkt 3.5 der technische Zinssatz einzutragen. Beide Werte sind auch im Anhang zur Jahresrechnung einer Vorsorgeeinrichtung anzugeben (Deckungsgrad: Punkt 5.9; technischer Zinssatz: Punkt 5.6). Für den Deckungsgrad nach Art. 44 BVV 2 wird im Anhang zur Verordnung BVV 2 die Formel für die Berechnung angeführt. Der technische Zinssatz (auch Zins oder Zinsfuss genannt) wird für die versicherungstechnische Berechnung der Vorsorgekapitalien der Rentner benötigt.
Für den Fall, dass innerhalb der Vorsorgeeinrichtung keine aktiven Versicherten geführt werden, ist das Formular mit dem Vermerk des Anschlusses an eine Sammel- oder Gemeinschaftseinrichtung zu ergänzen und gleichzeitig zu bestätigen, dass über die Einrichtung im Bemessungsjahr keine Rentenleistungen ausbezahlt werden und per Ende des Bemessungsjahres ebenfalls keine Kapitalien von Versicherten geführt werden.